2025 wollten fast die Hälfte der französischen Beschäftigten für ihren Arbeitsweg auf sanfte Mobilität umsteigen. Die nachhaltige Mobilitätspauschale (forfait mobilités durables, FMD) etabliert sich damit als Hebel, der zugleich sozial und ökologisch wirkt — ein echtes Kapital für Unternehmen, die an Arbeitgeberattraktivität und CSR-Wirkung denken.
- Warum sich die nachhaltige Mobilitätspauschale 2026 durchsetzt
- Der rechtliche Rahmen und der FMD-Betrag 2026
- Schritt 1: Die Einführung der nachhaltigen Mobilitätspauschale beschließen
- Schritt 2: Die förderfähige Mobilität finanzieren und steuern
- Schritt 3: Die Nutzung begleiten — der Fall Novalum
- Mini-FAQ zu Umsetzung und Verkehrsmitteln
- Fazit und Ausblick auf das Management
Warum sich die nachhaltige Mobilitätspauschale 2026 durchsetzt
2020 eingeführt, hat sich die nachhaltige Mobilitätspauschale (FMD) Schritt für Schritt als Werkzeug der Veränderung im Pendelverkehr etabliert. Vor dem Hintergrund steigender Kraftstoffpreise und wachsenden regulatorischen Drucks auf die indirekten Emissionen (Scope 3) wird sie zu einer Säule der Unternehmens-CSR.
Nachhaltigkeitsberichte (CSRD, DPEF) erhöhen die Transparenzanforderungen für Emissionen aus dem Arbeitsweg. Die FMD in die Unternehmensstrategie zu integrieren ist damit kein soziales Spielzeug mehr, sondern eine messbare Investition in die CO₂-Performance.
Die FMD beantwortet drei Herausforderungen gleichzeitig: CO₂-Emissionen senken, die Lebensqualität bei der Arbeit verbessern und die Arbeitgebermarke stärken — in einem Arbeitsmarkt, der dem Klimaeinsatz wachsende Aufmerksamkeit schenkt.
Der rechtliche Rahmen und der FMD-Betrag 2026
2026 bleibt die Mobilitätspauschale durch das französische Arbeitsgesetzbuch (Code du travail) und die Vorgaben der URSSAF (Sozialversicherung) geregelt. Unternehmen können eine Pauschale zahlen, die von Sozialabgaben und Einkommensteuer befreit ist — bis zu einer jährlichen Obergrenze (Betrag jährlich zu prüfen).
| Jahr | Steuerfreie Obergrenze | Ergänzende Hinweise |
|---|---|---|
| 2024 | bis zu 800 € | Kumulierung mit dem Jobticket unter Bedingungen möglich |
| 2025 | zu verifizieren | Obergrenze kann sich per Finanzgesetz ändern |
| 2026 | FMD-Betrag 2026: zu bestätigen | Nächste URSSAF-Aktualisierung verfolgen |
Zu den förderfähigen Verkehrsmitteln zählen das eigene Fahrrad, das Pedelec, der E-Scooter, das Mitfahren und Selbstfahren in Fahrgemeinschaften, der ÖPNV ohne Abo sowie bestimmte Angebote geteilter Mobilität (Free-Floating, Carsharing). Plattformen wie Swile, Edenred oder Greenway bieten integrierte Verwaltungslösungen an.
Die Auszahlung muss auf einer deklarierten Grundlage oder auf Nutzungsnachweisen beruhen. Eine grundsätzliche Absichtserklärung genügt nicht: Bewahren Sie Belege und Bescheinigungen der Beschäftigten auf.
Schritt 1: Die Einführung der nachhaltigen Mobilitätspauschale beschließen
Die Einführung der Mobilitätspauschale verlangt eine Kollektivvereinbarung oder mangels dessen eine einseitige Entscheidung des Arbeitgebers nach Anhörung des Betriebsrats (CSE). Personalleitung und CFO müssen die Maßnahme mit der QVT- und CSR-Politik verzahnen und festlegen: den förderfähigen Personenkreis, die Höhe der Pauschale und die Nachweismodalitäten.
HR- und CSR-Strategie ausrichten
Das Ziel ist doppelt: kohlenstoffarme Mobilität fördern und zugleich das Wohlbefinden bei der Arbeit verbessern. Mit der FMD stärken Sie die Kohärenz zwischen Ihrer nichtfinanziellen Berichterstattung und Ihrem Mitarbeiter-Benefits-Angebot.
Beträge und Auszahlungsrythmen festlegen
Die Auszahlung kann monatlich, quartalsweise oder jährlich erfolgen. Manche Unternehmen setzen auf ein Mobilitätsbudget, das über eine dedizierte Karte oder App eingelöst wird — das vereinfacht die Lohnbuchhaltung und die buchhalterische Nachverfolgung.
Schritt 2: Die förderfähige Mobilität finanzieren und steuern
Die Steuerung der FMD beruht auf Nachvollziehbarkeit: Nachweis der Förderfähigkeit, Belege der Wege, zentrale Verbuchung. Der CFO kontrolliert die Flüsse und sichert die URSSAF-Befreiung ab.
Nachvollziehbarkeit und Konformität
Jedes Unternehmen definiert seine Kriterien: Entfernung Wohnung–Arbeit, minimale Wegehäufigkeit oder eidesstattliche Erklärung. Die Belege sind nach den Regeln der DGFiP fünf Jahre aufzubewahren.
Mit einem digitalen Werkzeug finanzieren
Lösungen wie Greenway automatisieren das Nachverfolgen der Pauschale, verknüpfen die Ausgaben mit der CSR-Politik und konsolidieren die Scope-3-Indikatoren der Pendelmobilität. Eine ERP-Integration vereinfacht Buchhaltung und Ausgabenabgleich. Und der Verwaltungsaufwand sinkt spürbar: keine manuelle Belegsammlung mehr, keine Sonderfälle in der Lohnbuchhaltung — die Pauschale läuft als ganz normaler Prozess.
Greenway bietet einen einzigen Rahmen für alle Anwendungsfälle: Kraftstoff, Strom, sanfte Mobilität oder geteilte Verkehrsmittel — mit integriertem CSR-Reporting. Diese Sicht erleichtert den Dialog zwischen Controlling, CFO und CSR-Verantwortlichen.
Schritt 3: Die Nutzung begleiten — der Fall Novalum
Zur Veranschaulichung: Novalum, ein Industrie-Mittelständler mit 530 Beschäftigten in Toulouse, spezialisiert auf kohlenstoffarme Straßenbeleuchtung. 2024 wollte das Unternehmen seinen Mobilitätsplan als Arbeitgeber stärken und die Pkw-Wege im Alleingang um 30 % reduzieren.
Diagnosephase
Ein internes Audit ergab: 60 % der Beschäftigten wohnen weniger als 8 km von der Arbeitsstätte entfernt — dennoch fahren 70 % mit dem eigenen Pkw. Die FMD erschien als das passende Anreizwerkzeug, um Gewohnheiten dauerhaft zu verschieben.
Operativer Rollout
Novalum beschloss ein jährliches Budget von 600 € je Beschäftigtem, digital ausgegeben über eine Firmenkarte. Die HR-Abteilung richtete mit Greenway ein automatisiertes monatliches Monitoring ein — das erleichtert die Kostenstellenbuchhaltung und die Anbindung an die ESG-Indikatoren.
CO₂-Bilanz und QVT
Innerhalb eines Jahres verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der Pendel-Emissionen um 15 % und eine spürbare Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit. Die FMD wurde zur Säule der CO₂-Roadmap und der Arbeitgebermarke von Novalum.
Mini-FAQ zu Umsetzung und Verkehrsmitteln
Welche Verkehrsmittel deckt die FMD für Fahrrad und E-Scooter ab?
Die FMD deckt die Nutzung des Fahrrads — klassisch oder mit Unterstützung — und persönlicher Leicht-Elektrofahrzeuge wie den E-Scooter ab. Wartungs- oder Anschaffungskosten können unter Bedingungen eingeschlossen sein.
Wie bestimmt man den richtigen FMD-Betrag für 2026?
Der FMD-Betrag 2026 wird in den kommenden URSSAF-Aktualisierungen präzisiert. Planen Sie ein Budget in der Größenordnung der Vorjahre, moduliert nach den CSR-Zielen und der Zahl der förderfähigen Beschäftigten.
Lässt sich die FMD mit einem ÖPNV-Abo kombinieren?
Ja, die Kumulierung ist bis zu einer globalen Steuerfreiheitsgrenze möglich. Zu prüfen ist, wie die Beträge in der Lohnbuchhaltung oder über die gewählte Plattform aufgeschlüsselt werden.
Ist die Einführung der nachhaltigen Mobilitätspauschale verpflichtend?
Nein, aber sie wird dringend empfohlen für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten am selben Standort. Für diese Strukturen kann sie in den ohnehin verpflichtenden Mobilitätsplan integriert werden.
Wie weist man die tatsächliche Nutzung der FMD gegenüber der URSSAF nach?
Eine eidesstattliche Erklärung oder ein Abonnachweis genügt in der Regel — jedes Unternehmen kann aber eigene interne Prozesse definieren, um jedes Risiko einer Nachforderung auszuschließen.
Fazit und Ausblick auf das Management
Die nachhaltige Mobilitätspauschale ist heute ein operationeller Hebel der ökologischen Transformation von Unternehmen. Ihr Wert liegt gleichermaßen im Erlebnis der Beschäftigten wie in den CO₂-Daten, die sie speist.
Mit dem Übergang zur CSRD und den verschärften Transparenzpflichten wird die FMD zum strategischen Indikator — ein Steuerungswerkzeug, das mit den anderen Instrumenten der Mitarbeiter-Benefits und des verantwortungsvollen Ausgabenmanagements zu verzahnen ist.
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